Rigi Anzeiger
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«Zu viele kaputte Gewässer, zu viele tote Fische!»

Region: Der Fischereiverband Kanton Luzern ist verärgert über die Zunahme der Gewässerverschmutzungen und der Fischsterben im Jahr 2016. Mit total 82 Fällen, davon 18 mit Fischsterben, ist die Zahl der Widerhandlungen so hoch wie seit Jahren nicht mehr.

Gewässerverschmutzungen töten Fische, Fauna und Flora. Bild zVg

Gewässerverschmutzungen töten Fische, Fauna und Flora. Bild zVg

pd./ju. «Die Zahlen sind einfach zu hoch», kommentiert Markus Fischer als Präsident des Fischereiverbandes Kanton Luzern. «Hinter den Zahlen stecken viel zu viele kaputte Gewässer und viel zu viele tote Fische.» Aus der aus der offiziellen Statistik der Luzerner Polizei zur Widerhandlungen gegen das Gewässerschutzgesetz im 2016: 82 Fälle mit Gewässerverunreinigungen (75 im 2015) und 18 Fälle mit Fischsterben (10 im Jahr 2015). Bedenklich sei die Entwicklung. «Nach einer leichten Tendenz zur Stagnation hat sich 2016 die Statistik wieder verschlechtert und liegt über dem Schnitt der letzten Jahre.»

Hoher Tierbestand: erhöhte Unfallgefahr
Mit 33 Fällen, davon 27 (2015: 20) auf Gülle zurückzuführen steht die Landwirtschaft schlecht da. Bei 10 Fällen von Fischsterben war ebenfalls Gülle die Ursache, im Vorjahr waren es nur vier. Die Ursache für die im Vergleich zu andern Kantonen hohe Zahl liegt am sehr hohen Tierbestand im Kanton Luzern. Den daraus resultierenden grossen Güllenmengen und den proportional hohen Unfallgefahren. Der Fischereiverband attestiert der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) und dem Luzerner Bauernverband, dass er das Problem erkannt hat und erwartet weitere griffige Massnahmen mit einer «Trendwende 2017.»

Baustellen: Lichtblick dank konsequentem Vorgehen
Die Stossrichtung stimme bei der Entwicklung im Industrie- und Gewerbebereich, sagt Fischer. Die Anzahl registrierter Fälle konnte von 18 (2015) auf 14 im Jahr 2016 gesenkt werden. Die Massnahmen und die Sensibilisierung durch die Dienststelle Umwelt und Energie zusammen mit dem Baumeisterverband wirken sich positiv aus.

Zusätzlich zu den Gewässerverschmutzungen in der Landwirtschaft (33) und der Industrie/Gewerbe (14) kommt die grosse Zahl von 35 Fällen von «anderen Ursachen». Das sind laut Luzerner Polizei meistens Trübungen oder unbekannte Stoffe, die weiter nicht klar zugeordnet werden können.

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