Rigi Anzeiger
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Zufahrt Ebikon wird Pfahl-Bau

Tiefbahnhof Luzern ist gemäss geotechnischen Untersuchungen machbar

Der Tiefbahnhof Luzern ist machbar. Das zeigen die geotechnischen Untersuchungen im Rahmen des Vorprojekts. In Ebikon sind umfangreiche Pfahlarbeiten für die Zufahrt zum Dreilingen-Tunnel nötig.

Noch ist nicht festgelegt, wo genau die Zufahrt zum Tiefbahnhof in Ebikon in den Untergrund tauchen und schliesslich im Dreilindentunnel verschwinden wird. Klar ist, dass die Baumaschinen im Bereich zwischen Reiterzentrum und Rotsee auffahren werden. Dort wurden im Sommer die geotechnischen Untersuchungen durchgeführt. Die Erkenntnisse aus den Schlitz- und Bohrarbeiten liegen jetzt vor. «Es gibt dort eine dicke Torfschicht,» erklärte Kantonsingenieur Rolf Bättig zum Abschluss der geotechnischen Untersuchungen. Bautechnisch heisst das: im Talgrund zwischen Bahnhof und Rotsee muss ein neues Trassee für den Abzweiger von der bestehenden Bahnlinie zum neuen Voreinschnitt und Portaltunnel auf Pfähle gestellt werden. Danach erwartet die künftigen Bahnbauer problemloser Fels. «Der Dreilindentunnel bietet auch im Portalbereich in Ebikon keine besonderen Probleme», sagte Bättig.

Ein Schritt näher beim Ziel: Kantonsingenieur Rolf Bättig und Regierungsrat Robert Küng im Versuchsschacht unter dem Luzerner Bahnhof.

Kernstück der geotechnischen Untersuchungen war der Versuchsschacht beim Güterbahnhof Luzern. Er reicht bis aufs Niveau der Perron eines künftigen Tiefbahnhofs in 18 Meter Tiefe. Mit dem Schacht habe man jetzt nachweisen können, «dass der Tiefbahnhof machbar ist», freute sich Regierungsrat Robert Küng als politischer Bauherr der Vorprojektarbeiten. Für ihn liegt die grösste Baustelle im ganzen Vorhaben in Bern. Auf Bundesebene ist der Tiefbahnhof Luzern ins Projekt «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» FABI eingebettet. Entscheidend ist, welchen Stellenwert Luzern in dieser Vorlage über Prioritäten und Finanzierung im schweizerischen Eisenbahnnetz bekommt. Robert Küng ist zuversichtlich. Als Infrastrukturministerin habe Bundesrätin Doris Leuthard bei ihren letzten Besuchen in Luzern «Sympathie … zum Tiefbahnhof/Durchgangsbahnhof Luzern ausgedrückt und uns gleichzeitig ermuntert, noch nach Optimierungen zu suchen. Wir werden dies selbstverständlich tun und unsere Arbeiten mit dem Bundesamt für Verkehr koordinieren,» erklärte Küng im Schacht unter dem Luzerner Bahnhof.