Rigi Anzeiger

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Zum Ortsplanungsgedanken der CVP

Ebikon: Der Ebikoner Gemeinderat hat die Ortsplanungsrevision politisch und auch öffentlich vorgestellt. Die CVP Ebikon hat dazu in einer Mitteilung (siehe Rigi Anzeiger vom 8. Dezember unter der Rubrik «Leserbriefe») einige Gedanken zum Wachstum und der Verdichtung geäussert. Gemeinderat Hans Peter Bienz zeigt im Interview einige Themen der Ortsplanungsrevision auf.

Peter Bienz

Hans Peter Bienz

Hans Peter Bienz, welches sind die grössten Änderungen im Vergleich zur bisherigen?
Der Wechsel von der Ausnützungsziffer zur Überbauungsziffer. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass somit der Fussabdruck und die Höhe des Gebäudes für die Grösse ausschlaggebend sind und nicht mehr die Fläche der einzelnen Stockwerke.

Wie viel Land wird insgesamt eingezont?
Es werden nur Arrondierungen und kleine Stücke eingezont.

Die neue Ortsplanung ermöglicht eine Bevölkerungszahl von 15 200 Einwohnern. Wo ist das Wachstum vorgesehen?
Das Wachstum ist im Zentrum entlang der Kantonsstrasse geplant. Die bebaubaren Flächen sind bereits mindestens seit der letzten Ortsplanungsrevision 1995 eingezont und wie oben erläutert sind nur marginal neue Flächen hinzugekommen.

Warum muss die Ortsplanung revidiert werden und welche Änderungen hat der Kantons Luzern verlangt?
Der Kanton hat nur die Aufhebung der Gestaltungspläne verlangt. Bei den anderen Änderungen hat die Gemeinde das kantonale Planungs- und Baugesetz (PBG) umgesetzt.

Die CVP sagt in der Medienmitteilung zur Ortsplanung, die Partei will das Wachstum massvoll gestalten. In der Mitteilung und auch sonst ist immer wieder die Rede von einem Bevölkerungswachstum von bis zu 30 Prozent bis 2030. Das wären aber mehr als diese erwähnten 15 200. Wie kommt man auf diese unterschiedlichen Zahlen und was sagt der Gemeinderat zur Forderung, man solle das Wachstum reduzieren?
Die Zahl von 30 Prozent bis 2030 ist die Hochrechnung für die sieben Gemeinden in Luzern Ost, wenn alle Areale realisiert werden, welche sich derzeit in der Planung befinden. Dies ist also die Zahl für Luzern Ost, welche sich am heutigen Planungsstand orientiert. Für Ebikon liegt diese Zahl tiefer als bei anderen Gemeinden. Diese Zahlen basieren darauf, dass der Boom weiter wie bis anhin anhält und ist vom Marktumfeld abhängig. Wenn der Boom abflachen würde, würde diese Zahl tiefer ausfallen. Die Frage ist, welche Massnahmen die CVP zum Bremsen einleiten möchte. Die Areale, welche sich in der Planung befinden, sind bereits mindestens seit der letzten Ortsplanungsrevision 1995 eingezont und somit müssten die Eigentumsrechte durch Auszonungen beschnitten werden. Ich weiss nicht, ob dies im Interesse der CVP liegt.

Die CVP fordert weiter, dass das Wachstum im Zentrum entlang der Kantonsstrasse erfolgen soll und dass es mehr gemischte Wohn- und Arbeitszonen geben soll. Was sagen Sie zu diesen Forderungen?
Die revidierte Ortsplanung und der Masterplan verfolgen genau das Ziel, entlang der Kantonsstrasse die verdichtete Bauweise zu fördern. Denn mit dem Bushub und dem S-Bahnanschluss sowie den Langsamverkehrsachsen ist die Mobilitätsanbindung ohne motorisierten Individualverkehr möglich. So bleibt auch mehr Platz für den Werkverkehr.

Razli

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Leserbilder Sommer 2018

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