Rigi Anzeiger
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Zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen

Buchrain präsentiert negativen Jahresabschluss 2012

Für 2012 weist Buchrain einen Verlust von 454000Franken aus. Das Ergebnis ist um 114000Franken schlechter als budgetiert, aber dennoch besser, als befürchtet. Der Verlust wird durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt, welches noch 9,2 Millionen beträgt.

Nach 2011 (Verlust Fr. 234000) muss der Gemeinderat auch im 2012 einen negativen Jahresabschluss präsentieren. Die Rechnung 2012 weist einen Aufwandüberschuss von 454000Franken aus. «Dieses Ergebnis ist um 114000 schlechter als budgetiert, jedoch wesentlich besser als noch im vergangenen Herbst prognostiziert. Damals ging man noch von einem Verlust von über 800000Franken aus», so Finanzvorsteher Patrick Bieri. Nebst anderen positiven Faktoren hätten die dannzumal vom Gemeinderat beschlossenen Sofortmassnahmen wie Stellenstopp und Verzicht von verschiedenen budgetierten Anschaffungen sowie Projekten die gewünschte Wirkung erzielt.

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Patrick Bieri Finanzvorsteher/Gemeinderat:
«Der Abschluss ist schlechter als budgetiert, jedoch besser als befürchtet.»

Steuererträge eingebrochen
Die ordentlichen Steuereinnahmen liegen mit zirka Fr. 1.1 Mio. sowohl unter Budget wie auch unter Vorjahr. Während die laufenden Steuern um rund 0,5 Millionen tiefer liegen sind die Nachträge früherer Jahre regelrecht eingebrochen. Von den budgetierten und in den Vorjahren regelmässig übertroffenen 1,5 Millionen Franken konnten lediglich 0,6 Millionen verbucht werden. Die Ertragsausfälle sind auf die kantonale Steuergesetzrevision sowie zusätzlich auf den Verlust einzelner potenter Steuerzahler zurückzuführen.

Der Anteil der Unternehmenssteuern beträgt lediglich 6% der gesamten Steuereinnahmen. Im Kanton beträgt das Verhältnis durchschnittlich 11,5%. Durch diese Differenz zum Kantonsdurchschnitt entgehen Buchrain Einnahmen in der Höhe von rund einem Steuerzehntel. Nebst dem Rückgang der Unternehmenssteuern stagnieren die Erträge der natürlichen Personen. Da Buchrain einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Kindern aufweist profitiert die Buerer Bevölkerung ab 2012 überdurchschnittlich von der steuerlichen Entlastung der Familien. Allein der neue Eigenbetreuungsabzug führt zur tieferen Steuereinnahmen von rund 0,2 Millionen Franken.

Neben dem Bereich Finanzen konnten im Bereich Bildung die Budgetannahmen nicht eingehalten werden. Das Budget wurde um 150000Franken überschritten. Aufgrund der hohen Schülerzahlen musste auf das Schuljahr 12/13 ein zusätzlicher Kindergarten sowie eine zusätzliche Sekundarklasse eröffnet werden.

Erfreulich abgeschlossen hat der Bereich Soziales. Der Netto-Aufwand fiel um knapp Fr. 0,5 Mio., resp. 8,6% tiefer aus als budgetiert. Dabei fielen sowohl die Beiträge an den Kanton und an die Sozialen Einrichtungen wie auch die Ausgaben für die gesetzliche Fürsorge tiefer aus.

Bei den anderen Ausgaben konnten die Budgetwerte eingehalten, respektive teilweise unterschritten werden. Buchrain hat 2012 Nettoinvestitionen von total 2,5Millionen Franken getätigt.

Es bleibt herausfordernd
Sämtliche Kennzahlen der Gemeinde Buchrain sind auf gutem Niveau, jedoch in der Tendenz sinkend. Die Nettoschuld pro Einwohner hat sich von 626 auf neu 906 Franken erhöht. Der gesamte Verlust 2012 von 454000 kann vollumfänglich mit dem Eigenkapital verrechnet werden. Das vorhandene Eigenkapital beträgt nach dieser Verlustverbuchung immer noch hohe 9,2 Millionen Franken.

Buchrain rechnet für die Zukunft mit massiven Mehrausgaben, Ertragsausfällen und folglich Defiziten sowie einer ansteigenden Verschuldung. Gemäss aktuellem Kenntnisstand wird das Budget 2013 bei den Gemeindesteuern ebenfalls nicht erreicht werden können. Der Gemeinderat hat gegen das strukturelle Defizit bereits im letzten Sommer Massnahmen ergriffen und verfolgt im Sinne eines vertretbaren und verträglichen Sparens verschiedene Stossrichtungen. Diese sind Verzicht auf Aufgaben, Reduktion von Standards, Verstärkung des Drucks gegenüber Institutionen und Verbänden, um Kostensteigerungen zu verhindern, resp. Kostensenkungen zu realisieren, Verrechnung kostendeckender Gebühren nach dem Verursacherprinzip, aber auch die Generierung von weiteren zusätzlichen Einnahmen – dabei ist auch eine Steuererhöhung kein Tabu. Im Mai 2013 wird der Gemeinderat im Rahmen seiner Frühlingsklausur die weitere finanzielle Entwicklung beraten.

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