Rigi Anzeiger

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Zustimmung für Hochhauskonzept

Region: Das bestehende Hochhauskonzept in der Region LuzernPlus aus dem Jahr 2008 wurde überarbeitet. Alle Delegierten der 24 Mitgliedsgemeinden stimmten diesem kürzlich zu.

Der Testturm auf dem Schindler-Werkareal in Ebikon als Beispiel für ein industriell genutztes Hochhaus. Bild Archiv Rigi Anzeiger

Der Testturm auf dem Schindler-Werkareal in Ebikon als Beispiel für ein industriell genutztes Hochhaus. Bild Archiv Rigi Anzeiger

pd. Die Mitgliedsgemeinden von LuzernPlus haben mit dem Regionalen Hochhauskonzept gemeinsam die Spielregeln für den Umgang mit Hochhäusern definiert. Gemäss Planungs- und Baugesetz des Kantons Luzern gelten Bauten mit einer Gesamthöhe von mehr als 30 Metern als Hochhäuser. Das Hochhauskonzept definiert aus regionaler Sicht, wo die Möglichkeitsgebiete liegen. Ebenso legt es den Umgang mit bestehenden und industriell genutzten Hochhäusern fest. «Wichtig im ganzen Prozess ist die Definition von gemeinsamen regionalen Qualitätsstandards für den Bau, die Freiräume und den Schattenwurf. Ebenso wurden einheitliche Methoden für die Planungsverfahren definiert. Unabhängig vom Standort eines Hochhauses erhalten alle Beteiligten dieselben Rahmenbedingungen», sagt Pius Zängerle, Präsident von LuzernPlus. Der Wirkungshorizont des Konzepts ist auf zehn Jahre ausgelegt. Die LuzernPlus-Delegierten haben dem Regionalen Hochhauskonzept an der Delegiertenversammlung vom vergangenen Freitag im Verkehrshaus der Schweiz einstimmig zugestimmt. Die amtliche Publikation kann somit erfolgen, ab welcher eine fakultative Referendumsfrist von 60 Tagen gilt. Kommt in dieser Frist kein fakultatives Referendum zustande, wird das Regionale Hochhauskonzept für die LuzernPlus-Gemeinden behördenverbindlich.

Hoheit der Gemeinden
Die Möglichkeitsgebiete für Hochhäuser umfassen Gebiete, wo Hochhäuser von den kommunalen Behörden geprüft werden können. «Das Konzept hat innerhalb der Möglichkeitsgebiete keinen Anspruch auf eine abschliessende Analyse und städtebauliche Festsetzung der Hochhausstandorte. Es verlangt daher von den kommunalen Behörden Vertiefungsarbeiten, um Sondernutzungspläne zu erlassen. Das bedeutet, dass die Gemeinden weiterführende Arbeiten leisten müssen, bevor ein Hochhaus geplant, bewilligt und gebaut werden kann», so Armin Camenzind, Geschäftsführer von LuzernPlus. Die Gemeinden haben die Hoheit als Bewilligungs- und Planungsinstanz. Die Verbindlichkeit ist notwendig, damit gemeindeübergreifend geplant und geordnet gebaut werden kann. Regionale Teilrichtpläne und Konzepte sind als raumplanerische Richtschnur mit einem gemeinsamen Konsens zu verstehen. Es handelt sich um strategische Instrumente, an die sich die Gemeinden und bei Teilrichtplänen auch der Kanton Luzern halten müssen. Konkrete Ausführungspläne mit Massnahmen kommen erst zu einem späteren Zeitpunkt zum Tragen.

Regionalen Teilrichtplan Detailhandel
Die LuzernPlus-Delegierten haben auch den Regionalen Teilrichtplan Detailhandel behandelt und den aktuellen Stand zur Kenntnis genommen, diesen jedoch noch nicht beschlossen. Entwicklungsziel dieses Teilrichtplans ist es, die Versorgung in den Agglomerations- und Ortszentren zu erhalten und zu stärken. Zulässige Standorte für Einkaufszentren und Fachmärkte werden differenziert festgelegt. Insbesondere sind die Mindestanforderungen der verkehrlichen Anbindung und der regionale Einbezug geregelt. Aufgrund der Diskussionen der Delegierten wird LuzernPlus im weiteren Prozess ein Augenmerk auf die Regeln für die Quartierversorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs und den damit verbundenen Verkaufsflächen legen.

Razli

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