Rigi Anzeiger
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Zwei zukunftsweisende Projekte

Meggen: Im Hinblick auf die Abstimmungen vom 15. November fand am 26. Oktober eine Orientierungsversammlung zum Gemeindebeitrag am Neu-, Aus- und Umbau Sunneziel sowie zum Sonderkredit Sanierung und Neugestaltung Seestrasse statt.

jp. Am Wahl- und Abstimmungswochenende vom 15. November kommen in Meggen zwei zukunftsweisende Vorlagen, Investitionen in die Zukunft Alter und ein Kredit für die Gestaltung einer attraktiven Seepromenade, an die Urne. Rund 120 Personen interessierten sich an der Orientierungsversammlung vom vergangenen Montag für die beiden wichtigen Projekte. Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer und Gemeindeammann HansPeter Hürlimann informierten über die beiden Vorhaben und stellten sich danach einer lebhaften Diskussion.

Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer und Gemeindeammann HansPeter Hürlimann informierten über die beiden kommunalen Vorlagen.

Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer und Gemeindeammann HansPeter Hürlimann informierten über die beiden kommunalen Vorlagen.

Investitionen in die Zukunft Alter
Die Stiftung Alterssiedlung Sunneziel Meggen investiert über 50 Millionen Franken in die Erweiterung und den Umbau des Seniorenzentrums. Realisiert werden der Umbau der Pflegeabteilung mit Einzelzimmern sowie ein Neubau mit Alterswohnungen. Damit erfüllt die Stiftung auch die politischen Vorgaben, welche der Gemeinderat definiert hat. Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat den Stimmberechtigten, sich mit 3,5 Millionen Franken à fonds perdu und 2 Millionen Franken als zinsloses, rückzahlbares Darlehen zu beteiligen. Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer hat in ihrer Präsentation die Strategie in der Alterspolitik, nämlich eine bestmögliche Betreuung und Pflege im Alter sowie bedürfnisgerechte, zeitgemässe Angebote bereitstellen zu können, kurz skizziert und aufgezeigt, welche Massnahmen bereits umgesetzt wurden. Dabei konnte sie auf die gute Zusammenarbeit zwischen der privaten Stiftung Alterssiedlung Sunneziel und der Gemeinde verweisen. Anhand von Grafiken zeigte die Sozialvorsteherin auf, dass es markante Abweichungen zur Prognose 2005 bis 2015 in der demografischen Entwicklung gibt. Der Anteil Alter 65+ ist heute höher. Jede vierzehnte Meggerin ist über 80 Jahre alt; dies entspricht einem um 24 % höheren Anteil gegenüber der Prognose 2005. Diese Tatsachen verlangen einen höheren Bedarf an Alterswohnungen, an Pflegebetten und Angeboten, wie Demenz- und Palliativpflege. Mit dem Neu-, Aus- und Umbau Sunneziel kann dieser Bedarf abgedeckt werden. Der Gemeinderat beantragt, sich an den Gesamtkosten von 51,4 Millionen Franken mit 5,5 Millionen Franken zu beteiligen.

Attraktive Seepromenade
Die Seestrasse soll mit einem Gesamtkredit von 4 Millionen Franken saniert und neu gestaltet werden. Auf die Frage, worin die neuen Kernelemente der geplanten Seepromenade beständen, antwortete Gemeindeammann HansPeter Hürlimann wie folgt: «Das Projekt umfasst verschiedene Elemente. Eines ist die Öffnung der Promenade mit einer Begegnungszone zwischen dem Benzeholzplatz und dem Fridolin-Hofer-Park. Dazu werden die Parkplätze von der Seepromenade hinter die Badi verlegt, wo durch die Rückversetzung der Mauer zum Park St. Charles Hall neuer Platz geschaffen wird. Ein anderes Element ist die Neugestaltung des Fridolin-Hofer-Platzes. Dieser wird mit der Ausbildung eines Flachufers aufgewertet. Einerseits wird der Mühlebach revitalisiert, ein Gebiet, welches zum Entdecken und Spielen einlädt. Anderseits wird der Kiesplatz am See in einen Liegerasen umgestaltet mit Bäumen im vorderen Bereich, mit Freiraum im hinteren Bereich, damit das Jugendprojekt mit dem Bauwagen weitergeführt oder auch einmal ein Festzelt aufgestellt werden kann. Nebst dem Ersatz der alten Wasserleitung sind auch noch die Sanierung der WC-Anlagen, die Verlängerung des Anlegesteges Benzeholz und Sanierung der Einwasserungsstelle weitere Elemente.» An der Orientierungsversammlung war die Anzahl Parkplätze ein umstrittener Punkt. Dazu HansPeter Hürlimann: «Die bisherige Anzahl Parkplätze bleibt erhalten. Sie werden bloss umplatziert. Es gibt noch vier zusätzliche Plätze beim WC-Haus. Aber bei der vorgetragenen Idee, ein Parkhaus an der Seestrasse zu bauen, ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht gegeben. Zudem befinden wir uns hier in der Landschaftsschutzzone, wo die Realisierung eines Parkhauses gar nicht möglich ist. Da die Parkplätze nur an schönen Sommertagen knapp sind, suchen wir die Lösung mit einem ‹Überlaufsystem›, das heisst mit zusätzlichen Parkplätzen an der Huobstrasse oder allenfalls mit einem Schotterrasen im Gebiet der St. Charles Hall.» Auf die Frage, wie er das Stimmungsbarometer für das Projekt «Seepromenade» nach der Versammlung beurteile, meinte der Gemeindeammann: «Die Stimmung ist gut. Klar ist, dass am Montagabend vor allem Leute mit einem kritischen Standpunkt kamen. In persönlichen Gesprächen habe ich viele positive Rückmeldungen erhalten. Auch die Controlling-Kommission steht hinter dem Projekt. Ich habe ein gutes Gefühl für die anstehende Abstimmung.»

Visualisierung Benzeholzplatz

Visualisierung Benzeholzplatz