Rigi Anzeiger
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«Zweijähriger Kindergarten muss angeboten werden»

Kanton Luzern: Nach Ablauf einer Übergangsfrist von fünf Jahren müssen ab dem Schuljahr 2016/17 alle Luzerner Gemeinden den Zweijahreskindergarten anbieten. Zudem gilt gemäss revidiertem Volksschulbildungsgesetz neu der 31. Juli als Stichtag für den Eintritt in den Kindergarten.

Charles Vincent, Leiter Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern. Bild pd.

Charles Vincent, Leiter Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern. Bild pd.

jp. «Gegen 80 Prozent der Kinder besuchen bereits den zweijährigen Kindergarten», hält Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung, in einem Gespräch fest. «Im Verbreitungsgebiet des Rigi Anzeigers haben die Gemeinden Ebikon, Meggen, Meierskappel und Vitznau den Zweijahreskindergarten schon früher eingeführt. Die Gemeinden Gisikon/Honau und Greppen haben das Modell der Basisstufe gewählt. Die Kinder haben nun das Recht, während zwei Jahren einen öffentlichen Kindergarten zu besuchen. Ein Jahr Kindergarten ist obligatorisch. Eltern können ihr Kind in den zweijährigen Kindergarten oder in die Basisstufe eintreten lassen, sofern das Kind die Anforderungen erfüllt, nämlich den Schulweg selbstständig bewältigen, den Blockzeitenrhythmus einhalten und selbstständig umkleiden kann. Sowohl beim Zweijahreskindergarten wie in der Basisstufe ist der Eintritt im zweiten Semester möglich.»

Mit dem kürzlich revidierten Volksschulbildungsgesetz ist der Stichtag für den Kindergarteneintritt vorverlegt worden. Ein Kind, das bis zum 31. Juli 5-jährig wird, tritt im August in den Kindergarten ein. Eltern haben die Möglichkeit, ihr Kind früher in den Kindergarten eintreten zu lassen, oder sie können es um höchstens ein Jahr vom Kindergarteneintritt zurückstellen. Der Eintritt in die 1. Klasse der Primarschule erfolgt nach einem ein- oder zweijährigen Besuch des Kindergartens. Wenn sich die Klassenlehrperson und die Erziehungsberechtigten nicht einig sind, entscheidet die Schulleitung über den Eintritt in die Primarschule.

Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der Schulen im nächsten Schuljahr ist der Lehrplan 21.
«Im Schuljahr 2017/18 erfolgt die Einführung des Lehrplans 21 an der Primarschule», informiert Charles Vincent weiter. «Die Schulleitungen und Lehrpersonen wurden in Einführungsveranstaltungen mit den Inhalten, Zielen und dem Aufbau des Deutschschweizer Lehrplans vertraut gemacht. Besonderer Weiterbildungsbedarf für Lehrpersonen ab der 3. Klasse besteht im neuen Fachbereich Medien und Informatik. Ab Neujahr 2017 ist geplant, auch die Eltern über die Auswirkungen des neuen Lehrplans auf die Kinder umfassend zu orientieren.»

Die Volksschule ist bestrebt, sich dem gesellschaftlichen Wandel zu stellen und Bildungs- und Betreuungsangebote zur Verfügung zu stellen, die unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen der Kinder und Eltern gerecht werden. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Elternhaus und Behörden gereicht den Kindern zum Wohle.