Rigi Anzeiger
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Zweitklässer entsorgen Karton und Büchsen

WER K-Werkhof in Küssnacht mit zahlreichen Gästen eröffnet

Etwas mehr als 17 Millionen Franken hat das Projekt WER K, Werkhof, Recycling Küssnacht, gekostet. An der Eröffnung gefiel insbesondere die Sammelstelle für verschiedenste recycelbare Materialien. Die Zweitklässler nahmen sie als erste in Beschlag.

«Schön», war der erste spontane Kommentar eines Besuchers am «Tag der offenen Tür» des WER K. Vor zehn Jahren griff der damalige Bezirksrat die Idee zu diesem Projekt erstmals auf. «Der alte Standort im Boden hat den zukünftigen Bedürfnissen einfach nicht mehr genügt», erzählte Bezirksrat Josef Heinzer. Nachdem auch die Wasserversorgung Küssnacht und die Auto AG Schwyz ihre Infrastrukturbedürfnisse anmeldeten, nahm das Projekt schnell Formen an. Im Frühling 2012 stimmte das Stimmvolk dem Neubau zu, ein Jahr später erfolgte der Spatenstich und nun steht nach knapp 14-monatiger Bauzeit das «Bijou» da. «Innen schlicht und zweckmässig, aussen schön und ansehnlich», meinte Heinzer zu den zahlreichen Besuchern, die sich im Innenhof des Werkhofes versammelt hatten. Bei den Sammelstellen kann man fast alles entsorgen und dabei ein gutes Gewissen haben. Der Abfall beziehungsweise Wertstoffe und Entsorgungsgegenstände werden wieder dem Stoffzyklus zugeführt. Heinzer ist überzeugt, dass diese Sammelstelle eines der meistbesuchten öffentlichen Gebäude sein wird wegen der attraktiven Öffnungszeiten: jeden Nachmittag von 14 bis 17 Uhr, am Freitag von 14 bis 18 Uhr und jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr.»

Patrick Schnellmann, Leiter Produktion der Auto AG Schwyz (AAGS) freute sich, dass die AAGS nun ihren dritten Standort in Betrieb nehmen konnte.

 

Auftritt der Oldtimer

Auf Trottinetts und mit vollen Plastiksäcken fuhren Zweitklässler des Schulhauses Dorfhalde mit ihrer Lehrerin Melanie Rütti zur Sammelstelle. Nach einer kurzen Instruktion durch den Küssnachter Umweltbeauftragten Michael Lutz durften sie ihre mitgebrachten Materialien selber entsorgen: Kartons, PET- und Glas-Flaschen, Büchsen, Batterien usw.. War einer der Container zu hoch, stand ein hilfsbereiter Werkhofmitarbeiter zur Seite. Den «Tag der offenen Tür» nutzten viele Interessierte, um Werkhof, Busdepot, Wasserversorgung und die Räume der Auto AG Schwyz zu begutachten. Letztere sorgte mit drei Fahrzeugen, das älteste stammte aus dem Jahre 1950, für einen zusätzlichen Blickfang. Und wenn es jetzt noch etwas gibt, das das WERK K komplettiert, dann eine schöne Mauer mit Pflanzen Richtung Friedhof. Das bildete ein Diskussionsthema während des Rundgangs und ist auch der Wunsch von Pfarrer Werner Fleischmann, der das neue Gebäude segnete.

 

Werkhof 4Zahlreiche Interessierte hatten sich im Hof des neuen Werkhofes versammelt.

Werkhof 6Zur Entsorgung alter Schachteln und Karton war erwachsene Hilfe gefragt.

Werkhof 10Die Auto AG Schwyz zeigte nebst neuen Fahrzeugen auch ihren ältesten Bus aus dem Jahre 1950.

Werkhof 11Blick aus dem Fenster auf den Hof des Werkhofes mit Festwirtschaft.